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Graffiti senkt Lebensqualität

Scheint so als wäre heute der konservative Donnerstag, Wissenschaftler der Universität Groningen wollen festgestellt haben: Das totale Fehlen von Graffiti ist meist ein Zeichen für eine spießige Gegend, ohne Szene, ohne Leben. Aber zuviel Wandbemalung fördert auch ein kriminelles Umfeld. Die Wissenschaftler bestärkt hier ein weiteres Mal die uns allen bekannte „Broken Windows“ Theorie. Wie es im Artikel heisst

„Damit werde auch die „Theorie des zerbrochenen Fensters“ bestärkt, wonach Anzeichen von ordnungswidrigem Verhalten – wie zerbrochene Fenster, Graffiti oder Müll – weitere Vergehen und Kleinkriminalität nach sich ziehen.“

Interessant ist eigentlich nur wie das alles festgestellt wird, die Praktiken der holländischen Wissenschaftler haben mich durchaus schmunzeln lassen

„In einem Versuch hatten die Wissenschaftler Menschen in einem Shopping-Viertel von Groningen beobachtet, wo viele Fahrräder parken. Mal waren die Wände sauber, mal waren sie beschmiert. Am Lenkrad der Fahrräder wurden Werbeflyer mit einem Elastikband befestigt, dann testeten die Wissenschafter das Verhalten der Leute, wenn sie ihr Rad wieder abholten. Einen Mülleimer gab es in der Straße nicht. Die Forscher stellten einen deutlichen Unterschied fest: Waren die Wände sauber, warfen nur 33 Prozent der beobachteten Radfahrer den störenden Flyer auf die Straße – wenn es Graffiti gab, waren es hingegen 69 Prozent.“

Der Test hätte unter anderen Umständen wohl ein ähnliches Ergebnis gehabt. Anyway, die Studie auf FR-online


Posted: 20. November 2008