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Statement Adrian Nabi

“Street Art ist leichter zugänglich, weil sie viele figurative, comichafte oder poppige Elemente hat. Writing oder Sprühen, also das was andere Graffiti nennen, ist dagegen urbane Kalligraphie. Und wie viele Leute haben Zugang zu asiatischen oder orientalischen Kalligraphien? Das Problem der Sprüherkultur ist, dass 90 Prozent der Sachen auf der Straße nicht gut aussehen. Aber sie sind trotzdem ein Teil dieser Kultur. Du bist nur dann ein Writer, wenn du es draußen machst – nicht auf dem Papier. Ich sehe das Sprühen als eine chemische Reaktion der Großstadtkids auf ihre Umgebung. Wir leben hier in keiner schönen Gesellschaft, es passieren viele hässliche Sachen. So etwas wie Writing kann nur eine aggressive und hässliche Großstadt ausspucken.”

Aus Stefanie Büther´s Interview mit Adrian Nabi (Backjumps) auf Zuender und die Frage, warum viele mit Street Art mehr anfangen können als mit den klassischen Graffiti.


Posted: 20. November 2008