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Das Universum des Keith Haring


Nach unserem gestrigen Umzugsstress konnten wir endlich mal in die Doku „Das Universum des Keith Haring“ reinschauen. Jeder der neun Teile hat sich mehr als gelohnt, interessanter und besser recherchierte Filme zum Thema gabs lange Zeit nicht zu sehen, wer schon immer wissen wollte was Haring mit Graffiti zu tun hat, wird in dem Streifen aufgeklärt. Die Dokumetation ist in Deutsch.

„Der Graffitiwriter und Aids-Aktivist Keith Haring starb im Jahr 1990 mit 31 Jahren. Die Doku, produziert im letzen Jahr war diesen Sommer kurz auch im Kino zu sehen. „The Universe of Keith Haring“ bringt uns sein kurzes und wildes Leben zurück. Keith Harings Erbe ist überall um uns herum. Seine Bilder sind überall, an Wänden, auf Postern, T-Shirts, Uhren, in unseren Erinnerungen und Fantasien – moderne Ikonographien.

„Kunst ist für Jeden.“, so formulierte es Keith Haring, als er die Bedeutung seiner stilisierten Silhouetten zusammenfasste, mit denen er Straßen auf der ganzen Welt dekorierte. Ein echtes soziales Phänomen, das die Kunst der Gegenwart im Zeitraum von nur einer einzigen Dekade (1980-1990) revolutionierte.

Haring, die vielleicht am meisten gefeierte Persönlichkeit in einem Jahrzehnt der Persönlichkeiten – den 80er Jahren – baute seinen Ruf als Maler, Graffitikünstler und Designer auch außerhalb der geschlossenen Welt des Kunstestablishments aus, inmitten der Vitalität der Straßenkultur.

Als er mit nur 31 Jahren Opfer der Aids-Epidemie wurde, hatte Haring bereits einen Weg markiert, der weit über seinen amerikanischen Geburtsort hinausging, von Amsterdam bis Australien, von Rio de Janeiro bis Tokio.

Ein Jahr vor seinem Tod bat Keith Haring den bekannten Kulturjournalisten und Biograf John Gruen darum seine Lebensgeschichte aufzuschreiben (Keith Haring: The Authorized Biography. Simon and Schuster, New York, 1991). Ausschnitte der Original-Tonaufnahmen der dafür aufgenommenen Interviews sind im Film enthalten, darunter auch Harings lebhafter Bericht seiner Beteiligung in der New Yorker Untergrundkunstwelt und homosexuellen Subkultur.

Haring wird in der vielschichtigen Rekonstruktion seines Aufstiegs – angefangen bei seiner Kindheit – wieder zum Leben erweckt. Eine sorgfältige Erkundung des Hintergrunds und der Karriere eines der beliebtesten und bedeutendsten Künstler des 20. Jahrhunderts.

Regie führte die in Dänenmark geborene und in Rom lebende Christina Clausen. Neben Arbeietn für das Fernsehen war sie auch als Kuratorin mehrerer audiovisueller Projekte für Ausstellungen gegenwärtiger Kunst in italienischen Museen tätig. Von Harings Leben und Werk ist sie besonders beeindruckt: „Indem wir Audio-Ausschnitte mit Keiths eigener Stimme nutzen, um den Film zu erzählen, wurde es für mich möglich, den Zuschauer in engen Kontakt mit diesem außergewöhnlichen jungen Mann zu bringen – der einer der symbolträchtigsten und bedeutendsten Künstler des ausgehenden 20. Jahrhunderts bleibt.“


Posted: 14. November 2009