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Busk x Beton Blumen Wien

Beton Blumen präsentiert Busk, ab Freitag, 12.02. in der Street Art Passage Wien. Die „Street Art Passage Vienna“ wurde im September 2008 auf Initiative des quartier21 eröffnet, als Weiterführung einer bereits bestehenden Reihe von Themenpassagen im MuseumsQuartier Wien. Die Passagen sind Ausstellungsorte im öffentlichen Raum, die jeweils speziellen Kultursparten (Comic, Klangkunst u.a.) gewidmet sind. Die „Street Art Passage Vienna“ ist zudem ortsspezifisch lokalisiert: zugänglich von der Breite Gasse ist sie die Brücke vom Spittelberg – einem Zentrum der Wiener Street Art Szene – zum 60.000 m² großen Kulturareal des MuseumsQuartiers. Über die Busk Ausstellung:

Kaum ein Street Art-Künstler hat das Wiener Stadtbild im letzten Jahrzehnt derart mitgeprägt wie BUSK. Das bekannte Affenkopfmotiv sowie die Schriftzüge BUSK und CMOD sind in zahlreichen städtischen Grauzonen, an exponierten Wänden, auf belebten Straßen oder in versteckten Ecken präsent. Der Name BUSK, der im Englischen soviel wie Straßenkünstler bedeutet, sowie das Kürzel CMOD für „City Modification“ sind dabei Programm: Als visuelle Spuren bezeichnen diese nicht nur eine tatsächlich stattgefundene Grenzüberschreitung von Baustellenzäunen, Absperrungen verlassener Orte, schwindelerregenden Höhen oder verstekkten Außenzonen der Stadt, sondern auch eine ständiges Einschlagen neuer Wege im Hinblick auf die eingesetzten Materialien und die entwickelten Formen. Es kommen Sprayfarbe, Kugelschreiber und Marker ebenso zum Einsatz wie ausgedruckte Schwarzweiß-Plakate, gefaltetes Papier, Sticker oder festgeklebte Steine, Holz und Stoff. Der Aufwand, die Größe und Ausarbeitung der Motive hängt von der jeweiligen Oberfläche und der nötigen Schnelligkeit bei der Anbringung ab. Um die großformatigen bis sehr kleinen Wort- und Bildspiele zu entdecken,muss man oft einen Schritt zurück oder nach vorne treten, oder den Blick nach oben und in ungewohnte Richtungen lenken. Das Interesse des Kommunikationsdesigners richtet sich vor allem auf die Linie, die durch diese begrenzten Flächen und die durch sie erzeugten Figuren, Logos, Buchstaben und Schriften.

Bereits 1995 entwickelte BUSK über Graffiti seine Leidenschaft für Typografie, Zeichensätze, Schriftarten und -schnitte. Zunächst setzte er sich vor allem mit handgeschriebener Schrift und deren Charakteristika auseinander. Fasziniert davon, wie viel von der Persönlichkeit eines Menschen bereits in einem einzelnen von ihm geschriebenen Zeichen quasi gespeichert sein kann, beschäftigte sich BUSK in weiterer Folge auch mit der historischen Entwicklung von Schriftsystemen und -stilen. Sein instinktiver und spielerischer Zugang bei der manuellen und digitalen Generierung von neuen Typografien ist dabei mit der Komposition von Musik aus vielen unterschiedlichen Stimmen, Themen und Variationen vergleichbar, die sich schließlich zu einem harmonischen Ganzen fügen.

Die Kreation eines neuen Fonts ist dabei ein langer, fast meditativer Prozess, der von freier Imagination, über Handskizzen bis hin zur digitalen Ausarbeitung als Datensatz reicht. CMOD/BUSK ist heute längst zum Logo und zu einer Marke geworden. So wird der Wiener nicht nur von verschiedenen Unternehmen zur Gestaltung von Innenräumen, Plakaten, Fahrzeugen oder Plattencover engagiert, er erzeugt auch längst seine eigenen „Produkte“, wie T-Shirts, Skateboards oder kleine Holztafeln mit dem Affenkopf, die im Internet oder bei diversen Kunstveranstaltungen als „Kultobjekte“ gehandelt werden. Er wurde auch zur Teilnahme an Kunstausstellungen in Wien, Bukarest, Innsbruck, Mailand, Salzburg, und New York eingeladen. Dass BUSK zu seinen Vorbildern nicht nur historische Größen wie den Vorläufer der heutigen Tagger-Kultur, Josef Kyselak, oder den Begründer des „Ready-Mades“, Marcel Duchamp, zählt, sondern auch Donkey-Kong – eine Kultfigur der populären Videospiele –, lässt auf den humorvollen und vielschichtigen Zugang des Künstlers zu Fragen der visuellen Gestaltung von Formen schließen.

Wer Zeit sollte da mal reinschauen, 19 Uhr ist Vernissage am 12.02. in Wien. Hier nochmal unsere TopTen mit Busk. Unten eine Wien Slideshow mit sehenswerten Fotos aus dem Betonblumen Flickr


(via)


Posted: 11. Februar 2010