Abendschau Berlin

Von der Anklage auf Mord hatten wir heute schon in der Berliner Morgenpost gelesen. Ein 26-Jähriger soll versucht haben, einen S-Bahn-Sicherheitsmann zu erstechen. Der hatte ihn und einen anderen in Berlin-Mahlsdorf beim Sprühen überrascht. Die rbb Abendschau hat das auch gleich zum Thema Nummer 1 in der Donnerstag Sendung gemacht und wertet das Ganze natürlich entsprechend aus, mit Statistiken, Blabla und Bildmaterial aus der Hauptstadt. Fazit: Es ist kein Einzelfall, Sprayer gehen für gewöhnlich auf alles was sich bewegt mit dem Messer los und dumm sind sie allemal, wie der ICE Unfall in Rathenow vor einigen Wochen gezeigt hat. Ist doch alles beim alten, der rbb Abendschau Bericht und der MoPo Artikel nach dem Jump

Graffiti-Sprayer bestreitet Mordversuch an Wachmann
Donnerstag, 9. September 2010 15:02, Berliner Morgenpost

Drei Jahre nach einem Messerangriff auf einen Sicherheitsmann der S-Bahn hat am Donnerstag vor dem Berliner Landgericht der Prozess gegen zwei Sprayer begonnen. Der 26-jährige Hauptangeklagte, dem versuchter Mord zur Vertuschung einer Sprühaktion auf dem S-Bahngelände Berlin-Mahlsdorf vorgeworfen wird, hat zu Prozessbeginn bestritten. Der Angeklagte gestand lediglich, am 8. April 2007 zusammen mit einem Freund einen Waggon mit „007“ besprüht zu haben. Als ein Wachmann sie entdeckte, seien beide geflohen, erklärte der Angeklagte. Der wegen Sachbeschädigung des Zuges angeklagte Freund bestätigte die Version.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 26-Jährige den Sicherheitsmitarbeiter mit dem Messer erstechen wollte, um nach der Sprühaktion unerkannt entkommen zu können. Der Anklage nach sollen sich die Freunde zunächst in einem S-Bahnwaggon versteckt haben. Als der damals 39-jährige Sicherheitsmitarbeiter den Wagen betreten wollte, habe der Hauptangeklagte in Richtung dessen Brust gestochen. Der kampfsporterfahrene Mann habe einen tödlichen Herzstich abwehren können, heißt es in der Anklage. Der inzwischen 42-Jährige blieb unverletzt. Der Sachschaden an der Bahn wird mit knapp 2800 Euro beziffert.

Aus Sicht der Verteidigung kommt eine Verurteilung wegen Mordversuchs nicht in Betracht. Der Wachmann habe in früheren Vernehmungen sechs verschiedene Beschreibungen des Täters geliefert. Diese seien mit der Person des Angeklagten nicht in Einklang zu bringen, betonte Anwalt Peter Brasche am Rande des Prozesses.

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9 Responses to “Abendschau Berlin”

  1. El Chabo says:

    Zeigen wieder nur die hässlichsten Bilder….

  2. Stadt der Holzköpfe says:

    “Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der 26-Jährige den Sicherheitsmitarbeiter mit dem Messer erstechen wollte, um nach der Sprühaktion unerkannt entkommen zu können.”

    Äusserst unplausibeler Gedankengang.
    Jemand, der die Urheberschaft einer Straftat durch ein Verbrechen vertuschen will, wird nicht sein persönliches Signum am Wagen hinterlassen für den er auf einfachste Art und Weise als Täter zu ermitteln wäre.

    Nichtsdestotrotz ist die Geschichte wieder mal eine, wie sie nur im merkbefreiten Berlin geschehen kann. Eine Stadt voll ghettomässiger Graffitihardcoregangster, die mit Messer und ohne Talent zur Aktion gehen.
    …und offensichtlich voll geltungsbedürftiger Bahnsicherheitsmitarbeiter.

  3. mikrobi says:

    “um die perspektive mal wieder gerade zurücken”
    und was die politiker machen ist alles super oder wie?
    auf der oberleitung ist strom drauf…ach neee wer malt den bitte oberleitungen hab ich noch nie gesehen.
    das ist bildzeitung gepaart mit focus und stern nur im fernsehen.
    warum sind die immer nur am hetzen und dann immer gegen die falschen.
    das die scheiß politiker ihr bekacktes spiel mit der bevölkerung treiben können stört offensichtlich niemand.
    die sind anscheinend narrenfrei.

  4. KobolTKURTY says:

    man könnt sich ja jetzt aufregen aber ich lass es.. ist mir das ganze nicht wert. ich geh lieber mal ei n paar bahnmitarbeiter sticheln ;)

  5. majae says:

    Geil der Typ in dem Beitrag danach, über die Ängste der Berliner. Ihn hat es also überrascht, dass die Leute heutzutage Angst haben, dass sie ihren Wohlstand verlieren, als vor der Pest. Hat mich auch sehr überrascht, für mich ist die Pest immer noch die größte Angst. Natürlich aber erst nach der Sintflut.

  6. Leave a Reply says:

    …fahrende züge meist sehr schnell da sind ahahahaha wie sinnfrei :D

  7. höhn says:

    sehr sehr dramatisch

  8. DöNeRrAlLe says:

    GEIL. Döner für 1 Cent. FETT!!!