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Smalltalk mit Wipeout

Schon letztes Jahr sind wir auf die von Wipeout besprühten Güterwaggons aufmerksam geworden und haben erst vor einigen Tagen mehr davon gesehen. Seine Arbeiten interpretieren die Schrift, den Style, in einer abstrakt wirkenden Art und Weise. Die eigentlichen Aufgaben der Buchstaben werden dabei enthoben. Faktoren, die normalerweise im Vordergrund stehen, wie gute Lesbarkeit, klare, schnelle Aufnahme und Eindeutigkeit treten in den Hintergrund, während die Form und gestalterische Dimension an Wichtigkeit gewinnt. Wipeout´s Styles haben einen klaren ästhetischen Anspruch. Das Gesamtbild hat bei ihm Priorität, Der Name selbst ist meist nicht mehr als solcher zu erkennen. Wipeout Styles bestehen aus Elementen und Linien die wie abstrakte Bildern wirken. Interessante Arbeiten und auch der Grund warum wir uns kurz mit Wipeout unterhalten haben, weitere Fotos, 10 Fragen und Antworten gibt´s nach dem Jump


Wie hast Du mit Graffiti angefangen, klassisch oder über andere Wege?

Es war damals eher die klassische Typografie die mich begeistert hat, reduziert und minimal

Heute haben Deine Arbeiten mit klassischer Typografie nur noch wenig zu tun, wie hat sich Dein aktueller Stil entwickelt und wo oder wie lässt Du Dich inspirieren?

Es gibt viele Dinge die mich inspirieren, Playstation WipEout mit dem Antigravitationsgleiter spielen zum Beispiel, auch elektronische Musik, Techno uvm bestimmt meine Arbeiten. Antistatik, ein guter Freund und Künstler, inspiriert mich seit Jahren sehr stark und hilft mir dabei meinen eigenen Weg zu finden

Wir sind im Internet schon einige Male über Fotos von Dir und Deinen Arbeiten auf Güterzügen gestolpert, erzähl uns mal etwas dazu. Es wirkt sehr abstrakt, aber man kann auch Buchstaben erkennen. Was genau verbirgt sich hinter all den Linien?

Dieses traditionelle klassische Graffiti kann ich nicht mehr, ich will mich weiterentwickeln, weg von den klassischen Buchstaben, das ist der Hintergrund. Alles andere kommt über die Inspiration. Ich teile das zwischen Masse und Dynamik. Ob man das letztendlich lesen kann interessiert mich nicht, viel wichtiger ist doch wie es wirkt, wenn da ein Wipeout auf einem Güterzug an Dir vorbeirollt. Das ist viel wichtiger als die Lesbarkeit der Buchstaben

Wie lange benötigst Du für derartige Arbeiten?

Das hängt immer von der Situation ab aber ich versuche die 20 Minuten Grenze nie zu überschreiten.

Wie wählst Du die Farben dafür aus, zufällig oder hat jede Farbgebung ihre feste Bestimmung?

Auch situationsabhängig. Der Untengrund des Waggons ist wichtig, ich benötige Kontrast. Momentan probiere ich viel aus, das macht riesigen Spaß, vor Allem mit den Möglichkeiten der heutigen Zeit. Seit das Premium Dosen Upgrade auf über 250 Farben von Molotow draussen ist kann die Auswahl eigentlich nicht größer sein, da ist alles dabei was ich brauche. Und das ist nicht wenig.

Ist das eigentlich Freestyle oder machst Du vorher Entwürfe?

Ich zeichne viel auf Papier, mische dann die Sketche zu neuen Formen, so entsteht letztendlich der Wipeout Effekt. Das ist alles ein 20 Minuten Freestyle basierend auf stundenlangen Sketch Sessions.

Fahren die Güterzüge durch das Land wenn ja welche Strecken?

Ja die fahren. Ich habe gehört dass die in Frankreich, der Schweiz, Polen, Italen und auch in Deutschland gesichtet wurden

Wo kann man mehr von Dir sehen im Internet?

Keine Ahnung, ich habe hier und da mal was gesehen, einige erwischen die Güterwaggons und senden die an Webseiten oder laden die irgendwo hoch…

Hast Du Pläne für 2012 von denen Du schon erzählen kannst?

Nein, nicht wirklich. weitermachen, das steht fest

Danke für den Smalltalk und die Hintergrundinfos! Du hast das letzte Wort!

Danke euch für das Feature!


Posted: 23. Januar 2012