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EVOL – Künstler hautnah – ARTE

Clai­re La­bo­reys Film zeigt EVOL in sei­nem Ate­lier in Ber­lin. Hier schafft er Werke, die nicht nur für die In­stal­la­ti­on im städ­ti­schen Raum ge­dacht, son­dern auch für Ga­le­ri­en be­stimmt sind. Die Ka­me­ra folgt ihm au­ßer­dem durch die Stra­ßen bis zu einem Ab­riss­ge­biet, das er ge­ra­de „neu ge­stal­tet“. Jump

Der 1972 ge­bo­re­ne Künst­ler mit dem Namen Evol lebt in sei­ner Wahl­hei­mat Ber­lin und ge­hört der jun­gen deut­schen Kunst­sze­ne an. Sein Künst­ler­na­me geht auf einen Zu­fall zu­rück: So hieß die Marke sei­ner Turn­schu­he, die er trug, als er nach einem Namen für sich such­te.

Seit nun­mehr 20 Jah­ren ge­stal­tet Evol seine Werke vor allem mit Scha­blo­nen und Sprüh­do­sen. Evol lässt sich bei sei­nen Bil­dern immer von der Stadt an­re­gen und zeigt vor allem Stra­ßen­sze­nen, an­ony­me Wohn­kom­ple­xe und un­be­bau­tes Ge­län­de. Pappe, Müll­ton­nen, Leucht­schil­der und Strom­käs­ten sind das Aus­gangs­ma­te­ri­al für seine Kunst­wer­ke, mit denen er klei­ne Stadt­ge­schich­ten er­zählt. Seine Bil­der zei­gen häu­fig auch Häu­ser, die nach der Wende auf­ge­ge­ben wur­den. Vor allem, um deren Schön­heit fest­zu­hal­ten, die es ein­mal ge­ge­ben habe, wie er sagt.

Dabei ver­folgt er we­ni­ger einen nost­al­gi­schen, son­dern einen stark do­ku­men­ta­ri­schen An­satz, der auf das All­täg­li­che, nicht auf das Spek­ta­ku­lä­re setzt. Basis sind Fotos, die auf Evols aus­ge­dehn­ten Er­kun­dungs­gän­gen durch die Stadt ent­ste­hen. Mit sei­ner Kunst will er die Auf­merk­sam­keit des Be­trach­ters auf das Stadt­le­ben len­ken und daran er­in­nern, dass viele Ge­bäu­de ein­mal ein bes­se­res Leben ver­spra­chen.

Clai­re La­bo­reys Film zeigt Evol in sei­nem Ate­lier in Ber­lin. Hier schafft er Werke, die nicht nur für die In­stal­la­ti­on im städ­ti­schen Raum ge­dacht, son­dern auch für Ga­le­ri­en be­stimmt sind. Die Ka­me­ra folgt ihm au­ßer­dem durch die Stra­ßen bis zu einem Ab­riss­ge­biet, das er ge­ra­de „neu ge­stal­tet“.

Fotos: Evol Flickr


Posted: 30. März 2012