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DRESDEN – Urban Script Continues

Auch 2014 veranstaltet Jens Besser seine Vortragsreihe “URBAN SCRIPT CONTINUES”. Den Start macht ein Vortrag und Videoabend zum Thema: “Neue Zugromantiker – Hobo Kultur und Interrailer” am 22.1.2014 in Görlitz. Via Mail:

Hobos reisen durch die unendlichen Weiten Nordamerikas. Befördert von Güterzügen und dem Drang nach gelebter Freiheit. Dabei hinterlassen sie Zeichnungen oder Gedichte auf Güterwaggons. Ursprünglich waren es Wanderarbeiter, die mit den Güterzügen umherfuhren, da sie sich kein Bahnticket für Personenzüge leisten
konnten. So entstand eine Kultur auf der Schiene, die auch viele Klassiker von Folk- und Country-Songs inspirierte. Punks, Alkoholiker, Vagabunden, Musiker oder Künstler – die Hobos sind ein Sammelbecken von Aussteigern. Doch so romantisch wie es auch klingen Mag – Hobos kommen immer wieder mit dem Gesetz in
unliebsame Berührung. Auch wenn die Hobo Kultur eine Stück nordamerikanischerer Geschichte ist, so ist das bezeichnen von Güterzügen mit Ölkreide oder der Aufenthalt auf Bahngelände strikt verboten und wird von “Bulls” und Sicherheitsdiensten ernsthaft verfolgt.

Interrailer sind ein europäisches Phänomen. Benannt nach dem Ticket der europäischen Bahnen, dem Interrail Ticket, ist dieses Tiecket zum Inbegriff einer Gruppe an Graffitimalern geworden, die es verstehen quer durch Europa zu fahren und überall ihre Farbspuren hinterlassen. Seit dem Ende der 1990er prägt das Interrailticket die europäische Writing-Kultur. Die europäische Szene vernetze sich parallel zum Internet und lebt den interkulturellen Austausch. Unabhängig vom Weiterentwickeln des ” American Writing” begann sich in dieser Szene ein großes Interesse an klassischer Bahnromantik zu etablieren. Es wird besonderen Zugmodellen hinterhergereist, es werden unzählige Stunden auf Bahnhöfen und Bahnanlagen verbracht um Bahnatmosphäre auf Fotos und Videos festzuhalten oder man erkundet weltweit Tunnelanlagen von U-Bahnen. Ähnlich wie die nordamerikanischen Hobos bereisen Interrailer einen gesamten Kontinent mit dem Zug. Sie treffen sich an inoffiziellen Orten und übertreten regelmässig Gesetzte. Sie Bemalen das Medium mit dem Sie sich fortbewegen und leben in Zeiten des CO2-Fingerabdrucks eine Utopie – da sie sich mit einem ökologischen, kollektiven Verkehrsmittel auf langen Strecken bewegen, belasten sie nur minimal die Umwelt und leben doch maximale Freiheit aus.

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Weitere Termine wie folgt:

6.12.2013 – 12.1.2014 – Face off – Group show of artists from Europe & Taiwan in Taichung (Taiwan) with kindly support of Goethe Institut Taipei

15./16.2. 2014 – „self-made screen print“ workshop riesa-efau Dresden

May/June 2014 – Überzeichnungstour – murals and public intervention in Bulgaria with kindly support of Goethe Institut Sofia

4.8.-8.8.2014 – „reclaim the street“ workshop riesa-efau Dresden

24.6. & 1.-6.9. 2014 – „street art/ art in public space“ course at Technical University Dresden – study course for „padagogy of art“


Posted: 13. Januar 2014