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INTERVIEW – RAZOR COS – Stylefile Magazine #45

Im DOUBLE-R Blog hier auf ilovegraffiti.de könnt ihr euch das kürzlich abgedruckte STYLEFILE Interview (Ausgabe 45) mit RAZOR von der COS Crew komplett durchlesen!

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Hey RAZOR, du malst ja inzwischen schon länger als so mancher unserer Leser auf der Welt ist. Erzähl mal, wann du angefangen hast zu sprühen und wie es damals dazu kam!?

1990 fing es bei mir an mit den großen Bildern. Bevor ich mit Graffiti anfing, war ich auf der Suche nach einer individuellen Ausdrucksform in der ich frei und erfinderisch sein konnte. Graffiti flashte mich damals wie heute, das war und ist der Antrieb damit anzufangen und bis heute dran zu bleiben.

Wie bist du auf den Namen RAZOR gekommen und was macht diesen Namen für dich so besonders?

Der Name ist mir damals beim Brainstormen mit einem Freund eingefallen. Erst mallte ich „RAZOR RAZ“, dann „RAZOR“. Aktuell nenne ich mich „RAZOR First“.

Du hast vom Steeler bis zur neuen Nordbahn ja nun schon einige Bahnmodelle mit deinem Namen versehen. Hast du einen Favourite und was macht für dich den unterschied der Modelle und Epochen aus?

Die Epoche der Steeler war für mich die schönste Zeit. Ich mag die Steeler-Modelle am liebsten, auf diesen wirkten die Pieces am eindrucksvollsten, außerdem fuhren die Bilder damals ungebufft eine Ewigkeit. Ansonsten favorisiere ich keine speziellen Bahnmodelle. Wichtig ist für mich, dass der Zug möglichst lange meinen Namen durch die Stadt trägt und Leute meine Bilder live sehen können. Der Unterschied der Epochen ist der: Alles ist im Wandel und verändert sich aber was bleibt, ist der Name „RAZOR“ der illegal auf den Zug gesprüht wird und das mittlerweile schon über Jahrzehnte.

Wie würdest du deinen Style beschreiben und worauf kommt es dir bei deinen Bildern am meisten an?

Mein Style ist natürlich Boogie Down Bronx orientiert, keine Frage. Ich versuche dort anzudocken, wo es in den 80er in New York aufgehört hat. Wichtig ist es mir, zu versuchen neue Impulse im kleinen Kosmos der Graffitibuchstaben zu setzen. Dabei versuche ich möglichst eigene Wortbilder zu kreieren, die es so noch nicht zu sehen gab. Die Suche nach neuen Ausdruckformen ist die größte Motivation und zugleich das Wichtigste bei meinen Bildern. Darüber hinaus sind meine Bilder sehr kontrastreich und in der Ausführung flüchtig umgesetzt, weil die Bilder immer im Dunkeln und unter Zeitdruck entstehen. Die meisten meiner Pieces gefallen mir im dunklen Yardlicht besser. Dort werden die Farben zu grautönen, die ich versuche im Bild harmonisch anzuordnen. Die Farbharmonie in der Nacht entpuppt sich am Tageslicht meistens als Trugschluss und lässt das Bild dann ganz anders wirken.

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Posted: 2. September 2015