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THE RISE OF GRAFFITI WRITING – FROM NEW YORK TO EUROPE – EPISODES 20-22

In der vierten, fünften und sechsten Episode dritten Staffel unserer Dokuserie RISE OF GRAFFITI WRITING – FROM NEW YORK TO EUROPE geht es um frühes Stylewriting in Europa mit JONONE, DARCO von der FBI Crew, CANTWO, PUPPET, AMOK, BOMBER und vielen mehr. In der vorletzten Episode geben uns ATOM, SHARK, MASON, BOMBER und KENT einen kleinen Einblick in die End-Achtziger und frühen Neunziger in Dortmund und Frankfurt, als Graffiti in diesen Regionen einen für Europa einzigartigen Boom erlebte. In der letzten Episode kommen einige Berliner Protagonisten wie BAS2, SKUME, WESP, BISAZ, LEVEL oder auch INKA zu Wort um uns einen Eindruck zu geben, wie Graffiti in der Hauptstadt damals um die Wendezeit mit dem Mauerfall förmlich explodierte. Am Ende der Episode erzählt ADRIAN NABI, warum er damals regelmäßig in New York war um sich mit Style Pionieren wie DONDI zu treffen oder wie der Name seines Magazins BACKJUMPS entstanden ist.

Viel Spass beim Schauen!

Die anderen drei neuen Episoden findet ihr hier (Frankfurt, Dortmund, Berlin, 1983-1986) und hier (Stockholm, BBC Crew Paris)!

Alle Episoden aus unserer Dokuserie RISE OF GRAFFITI WRITING – FROM NEW YORK TO EUROPE findet ihr hier!

RISE OF GRAFFITI WRITING – FROM NEW YORK TO EUROPE
Episode 20: 1986 – 1991 STYLE TRAVEL

Als DARCO von der FBI Crew zusammen mit seinem Klassenkameraden GAWKI in einer deutschen Schule in Paris die ersten Medien wie BRAVO oder SUBWAY ART in die Hände bekommen, wird den beiden wohl nicht klargewesen sein, mit was sie sich da beschäftigen. Die beiden wurden schnell ein fester Bestandteil der Pariser Graffitibewegung und sprühten im Westteil der Stadt mit einem sehr eigenen Stil. Der entwickelt sich dann spöter schnell weiter, weil man in Städten wie München viel mehr Raum hatte, um großformatige Wände zu besprühen. In Berlin, Stockholm oder auch Dortmund dagegen beeinflusst der Stil von BANDO und den CRIME TIME KINGS eine ganze Generation von Graffitisprühern. Erst um die Jahre 1988 und 1989 entwickeln Graffitikünstler wie AMOK aus Berlin oder SHARK aus Dortmund einen für diese Städte bis heute typischen Stil. Von wild und verspielt bis dick und blockig. In der Blütezeit der europäischen Graffitibewegung um 1989 entwicklen sich in allen Städten eigene Stile heraus, die man heute teilweise noch in den Graffitis aus den Regionen finden kann.

RISE OF GRAFFITI WRITING – FROM NEW YORK TO EUROPE
Episode 21: 1989 – 1993 INTO THE NINETIES – DORTMUND & FRANKFURT

Als Graffiti in Dortmund und Frankfurt förmlich explodiert, stecken Graffitiwriter wie BOMBER aus Frankfurt oder SHARK aus Dortmund mittendrin in einer riesigen Graffiti Welle, die ganz Deutschland überzieht. Besonders im Ruhrgebiet passiert etwas, das man vorher nur aus New York oder Amsterdam kannte. Der große Boom setzt in fast allen Städten Deutschlands ein, und stößt auf ein sehr geteiltes Echo in der Öffentlichkeit. Jetzt entwickeln sich die Graffiti Hochburgen Europas in allen Facetten und die Bewegung löst sich langsam von der Hip Hop Kultur.

RISE OF GRAFFITI WRITING – FROM NEW YORK TO EUROPE
Episode 22: 1983 – 1994 INTO THE NINETIES – BERLIN

Die Graffitibewegung in Berlin entwickelt sich bis zur Wende im November 1989 nur sehr langsam. Was zum Einen darauf zurückzuführen ist, dass Berlin eine Insel war und man nicht viele Gelegenheiten hatte zu reisen, zum anderen aber auch weil Berliner Graffitikünstler die Berliner Mauer zur Verfügung hatten. Was so einmalig gewesen ist, denn man musste nicht in die Hinterhöfe der Stadt um sich auszuprobieren. Stilistisch hat diese Zeit zahlreiche interessante Graffitikünstler hervorgebracht, die viele weitere Generationen stark beeinflusst haben. Nach dem Mauerfall aber öffnet sich die Stadt und eine in Europa noch nie dagewesene Graffiti Welle überzieht nicht nur den Westen der deutschen Hauptstadt. Ob qualitativ oder qualitativ, die Berliner Graffitibewegung setzt in diesen Jahren nach der Wende neue Standards und prägt ein neues Bild von Straßengraffiti in Europa. In dieser Zeit bildet sich auch die GHETTOSTARS Crew, welche exemplarisch für eine Berliner Graffiti Generation steht, die zeigt wie intensiv diese Graffiti Epoche damals gelebt wurde. Zur gleichen Zeit holt der Kurator und BACKJUMPS Magazinherausgeber ADRIAN NABI die ersten New Yorker Graffitikünstler nach Berlin und reist selbst regelmäßig zum Big Apple, um nach Inspirationsquellen zu suchen. Die findet er beispielsweise in Interviews mit DONDI, der wohl wie kein anderer das europäische Stylewriting geprägt und beeinflusst hat, besonders in Berlin.



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