Graffiti wurde schon immer mit der Kamera dokumentiert, früh haben sich professionelle Fotografinnen und Fotografen wie Martha Cooper oder Henry Chalfant für die Szene und speziell für die Bilder und Prozesse im illegalen Bereich auf Zügen interessiert.
Erst sehr viel später stellte die Graffiti-Szene ihre Fotografen selbst: Meist entstanden die ersten Fotoserien in den Tunneln, Layups und Yards der USA und vor allem Europas durch Writer selbst oder Leute aus deren direktem Umfeld. Als Pioniere in diesem Bereich gelten Fotografen wie Alex Fakso, RuediOne, Nils Müller oder Will Robson-Scott. In den 2000er- und besonders den 2010er-Jahren entstand so eine völlig neue Foto-Community, die nicht nur die Prozesse dokumentiert, sondern selbst zu Künstlerinnen und Künstlern wird. Heute gibt es zahlreiche Fotografinnen und Fotografen, die sich in diesen Bereich einarbeiten, den Writern folgen oder sogar selbst die Art Direction der jeweiligen Aktionen mitgestalten. Hier ist eine Liste mit 22 Fotografinnen und Fotografen, deren Arbeit wir teils seit zwanzig Jahren, teils erst seit Kurzem verfolgen und schätzen. Ohne sie würde uns ein sehr spannender und intimer Einblick in die Welt des Trainwritings verschlossen bleiben. Danke!



